Navigation

Direktlinks Zum Inhalt springen. | Zur Seitennavigation springen. |
Farbleiste: blau = Umwelt, grün = Naturschutz, orange = Verbraucherschutz, dunkelorange = Landwirtschaft

Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschland fordert: 3,40 € jetzt!

Schweine auf der Weide, Foto: D.Menzler, BLE/BonnDie Nachfrage nach Bio-Schweinen ist ungebrochen. Die deutschen Bio-Schweinehalter sind jedoch weiterhin zurückhaltend ihre Bestände aufzustocken, denn trotz gestiegener Erzeugerpreise erzielen sie bei anhaltend hohen Futterkosten nur bescheidene Gewinne. Nur mit höheren Erzeugerpreisen ist eine nachhaltige Erzeugung von Bio-Schweinen in Deutschland möglich.

Im Jahr 2011 ist der Absatz mit Bio-Schweinefleisch um etwa 30 Prozent gestiegen. Naturkosthandel und Lebensmitteleinzelhandel sind gleichermaßen erfolgreich. Wir haben Preiserhöhungen – mit viel Mühe – durchsetzen können. Aber: Die Zahl der in Deutschland gehaltenen Bio-Schweine steigt nicht, sondern hat gerade einmal das Niveau von 2009 wieder erreicht. Umstellungsbetrieben steht die gleiche Zahl Betriebe gegenüber, die aus der ökologischen Schweinehaltung aussteigen. Verschlafen deutsche Bio-Schweinehalter die Marktchancen?

Nein! Die aktuellen – in der Tat im Vergleich zu den Vorjahren – hohen Erzeugerpreise reichen bei konstant hohen Futter- und Betriebsmittelkosten nur für bescheidene Gewinne. Das zeigen die ersten Betriebszweigauswertungen. Gleichzeitig sollen und wollen wir die Haltung unserer Tiere optimieren.

Unsere Forderung von Mitte letzten Jahres gilt daher mehr denn je: Die Erzeugerpreise müssen auf 3,40 € je kg Schlachtgewicht steigen. Nur dann ist eine nachhaltige Produktion gewährleistet, die uns wieder veranlasst Investitionen zu tätigen. Wir halten Bioschweine aus Überzeugung und mit Leidenschaft, aber eben auch nicht zum reinen Zeitvertreib.

Wir werden uns – abgestimmt mit unseren europäischen Berufskollegen – mit Vehemenz für weitere Preiserhöhungen einsetzen und schon in Kürze die Verhandlungen aufnehmen. Das erste Glied in der Wertschöpfungskette – die Bäuerinnen und Bauern – dürfen nicht an letzter Stelle stehen.

Quelle: Pressemeldung Aktionsbündnis Bioschweinehalter Deutschland e.V. vom 22. Januar 2012

Ihre Meinung || Seite drucken Druck
Stand: 23.01.2012 12:01