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Verleihung des Förderpreises Ökologischer Landbau 2010

Preisverleihung Ökologischer Landbau 2010, Foto:BLE/BonnÖkologisch wirtschaftende Betriebe, die besondere innovative Konzepte in ihren Betrieben erfolgreich umgesetzt haben, werden mit diesem Preis ausgezeichnet. Gleichzeitig sollen dadurch wichtige Anregungen für die Entwicklung der Bio-Branche gegeben sowie die Akzeptanz der ökologischen Wirtschaftsweise in der Öffentlichkeit gestärkt werden.

IGW Berlin bietet festlichen Rahmen

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat am 22. Januar 2010 den bundesweiten Förderpreis Ökologischer Landbau 2010 verliehen und das zehnjährige Jubiläum dieses Preises im Rahmen einer Festveranstaltung auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin gewürdigt. Drei Betriebe durften sich über ihren Sieg und ein Preisgeld in Höhe von 7500 Euro freuen. Die Eröffnungsrede hielt Dr. Felix Prinz zu Löwenstein.

Eröffnungsrede >>

Preisträger 2010 - Energiekonzept überzeugt Jury

Erster Preis: Obsthof Augustin

Preisträger 2010: Obsthof Augustin; Verein Bunde Wischen; Baumschule PflanzlustDer Obsthof Augustin aus Jork/Niedersachsen wurde mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Der Betrieb überzeugt mit einem regenerativen Energiekonzept, dessen erfolgreiche Umsetzung eine völlige Unabhängigkeit von Erdgas und eine deutlich verbesserte Klimabilanz garantiert. Auch im Arten- und Biotopschutz leistet der Obsthof Vorbildliches, indem er zeigt, wie wirtschaftliche Ziele mit denen des Naturschutzes verbunden werden können.

Mehr Informationen zum Obsthof Augustin >>

Zweiter Preis: Verein Bunde Wischen e.V.

Einen der beiden zweiten Preise erhielt der Verein Bunde Wischen e.V. aus Schleswig in Schleswig-Holstein. Dem Verein ist es gelungen, Landschaften durch "Bunte Wiesen" mit vielen wilden und seltenen Orchideen zu bereichern – und das durch landwirtschaftliche Nutzung.

Eine ganzjährige, extensive Rinderbeweidung bietet dabei nicht nur Vorteile für den Natur- und Wasserschutz. Erzeugt werden besonders hochwertige Fleischqualitäten, die sich hochpreisig vermarkten lassen und so den betriebswirtschaftlichen Erfolg absichern. Dieses Konzept des wirtschaftlich tragfähigen Naturschutzes ist Beispiel gebend für Landwirtschaftsbetriebe auf sensiblen Grünlandstandorten.

Mehr Informationen zum Verein Bunde Wischen e.V.

Zweiter Preis: Baumschule Pflanzlust

Ebenfalls den zweiten Preis erhielt die Baumschule Pflanzlust aus Wolfhagen-Nothfelden in Hessen. Sie bietet ein in Deutschland nahezu einmaliges Arten- und Sortenspektrum in Bioqualität. Das gilt insbesondere für alte Obstsorten, die für den Hausgarten oder auch für den Streuobstanbau auf Obstwiesen besonders gefragt sind. Aber nicht nur alte Obstsorten verdanken ihr Überleben dem Engagement des Betriebes.

In Zusammenarbeit mit der Universität Kassel werden auch Samen von besonders markanten Altbäumen, zum Beispiel einer als Naturdenkmal geschützten uralten Gerichtseiche, gewonnen und in der Baumschule kultiviert. Die "jungen Riesen" finden Abnehmer bei Kommunen des Landkreises Kassel und helfen mit, notwendige Ausgleichsmaßnahmen standortgerecht umzusetzen und historische Landschaftsbilder zu erhalten.

Mehr Informationen zur Baumschule Pflanzlust

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 26.Januar 2010


 

 

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Stand: 26.01.2010 00:00