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Einkommensentwicklung ökologisch wirtschaftender Betriebe
Bereits seit einigen Jahren werden ökologisch geführte Betriebe auch im Statistik-/Testbetriebsnetz gesondert erfasst und im Tabellenteil für NRW gesamt dargestellt. Im Rahmen der Neuausrichtung der Agrarpolitik und der verbesserten Förderung haben auch in NRW zahlreiche Betriebe ihre Produktion umgestellt. In erster Linie handelt es sich dabei um bereits vorher extensiv wirtschaftende Betriebe der Grünlandregionen.
Zwei Drittel mit dem Schwerpunkt Futterbau
Im vergangenen Wirtschaftsjahr konnten insgesamt 31 Betriebe für NRW ausgewertet werden. 61 % dieser Betriebe betreiben Futterbau, weitere 26 % haben keinen eindeutigen Schwerpunkt und gelten als Verbundbetriebe. Nur vier Betriebe waren auf Ackerbau ausgerichtet.
Die Tabelle zeigt die wichtigsten Merkmale zur Beurteilung der Struktur- und Einkommensentwicklung der ökologisch geführten Betriebe in NRW in den letzten fünf Jahren. Der hohe Anteil größerer Futterbaubetriebe in den letzten Jahren bewirkte einen deutlichen Anstieg des Gewinnniveaus von ca. 40.600 € in 2004/05 auf 56.370 € in diesem Jahr. Gegenüber dem Vorjahr ist im Gegensatz zum konventionellen Bereich bei den Öko-Betrieben sogar eine leichte Verbesserung von 1,2 % zu registrieren. Dieses Ergebnis wurde bereits bei der ersten Auswertung auf Basis identischer Betriebe mit + 2,1 % beobachtet.
Tabelle: Strukturen ökologisch wirtschaftender Betriebe in Nordrhein-Westfalen auf der Grundlage ihrer Buchführungsergebnisse >>
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Milchauszahlungspreis moderat gesunken
Die Futterbaubetriebe konnten angesichts gesunkener Milchleistung ihr hohes Produktionsniveau nicht ganz halten, jedoch fiel der Milchauszahlungspreis von netto 44,5 Cent im Vorjahr nur um 4 Cent auf immer noch beachtliche 40,4 Cent, dass sind gut 9 Cent je kg mehr als im konventionellen Bereich.
Im Durchschnitt dieser Betriebe wurden 61 Milchkühe gehalten, die Milchleistung sank von rund 6.490 auf 6.240 kg, das waren 3,9 % weniger als in der Vergleichsgruppe des Vorjahres. Der Gewinn der spezialisierten Futterbaubetriebe lag mit rund 68.730 € gut 29 % über dem Niveau ihrer konventionell wirtschaftenden Berufskollegen. Gegenüber dem Vorjahr büßten sie nur 10 % ein.
Ausgleich für umweltgerechte Erzeugung wichtig
Rund 80 % des Gewinns resultierten im Durchschnitt aller Öko-Betriebe aus der Zahlung von Zulagen und Zuschüssen in Höhe von 591 € je Hektar, von denen ein Drittel als Ausgleich für eine umweltgerechte Erzeugung gewährt wurde. Der Anteil der entkoppelten Betriebsprämie belief sich auf 51 %.
Haupteinnahmequelle ist die Milch mit 40 %, 8 % kommen aus der Rindfleischproduktion, weitere 6 % aus der Schweinehaltung und 5 % aus der Eier-/Geflügelproduktion. Der Umsatz im Ackerbau stellt einen Anteil von knapp 8 %, überwiegend aus der Kartoffelerzeugung. Die sonstigen betrieblichen Erträge insgesamt (inkl. USt) stellen 29 % des Betriebsertrages, die darin enthaltenen Prämien somit rund 18 % des Umsatzes.
Öko-Betriebe im Vorteil
Insgesamt verlief 2008/09 durchaus positiv in dieser Sondergruppe, da die 8 Verbundbetriebe eine Gewinnsteigerung von 38 % auf rund 45.750 € verzeichneten. Die Nettorentabilität stieg hier auf 97 %. Im Durchschnitt der Betriebe lag sie mit 118 % unverändert deutlich über der Schwelle von 100 %, da die Milchviehbetriebe eine Entlohnung von 139 % aufwiesen. Insgesamt konnten 2008/09 die um rund 100 € je ha niedrigeren Erträge durch die 50 €/ha niedrigeren Aufwendungen kompensiert werden, so dass die ökologisch geführten Betriebe im Vergleich um 5.000 € besser als ihre konventionell wirtschaftenden Berufskollegen abschnitten. Weitere Daten zu den Betrieben sind im Tabellenteil in der letzten Tabelle aufgeführt.
Grafik: Gewinnentwicklung konventionell und ökologisch geführter Betriebe in NRW im Vergleich >>
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Quelle: Hans Peter Rehse, Landwirtschaftskammer NRW, Unternehmens- und Arbeitnehmerberatung
